Einen Jux wollten wir uns machen

Einen Jux wollten wir uns machen

Zum 1. April 2012 hatten wir gedacht die wundersame Entdeckung eines „Harm-Tyding-Schildes“ zu veröffentlichen, leider aber nicht bedacht, dass der erste April ein Sonntag war. Ein Tag, an dem in Soltau ja keine tägliche Zeitung erscheint. Nun, so bringen wir die Geschichte jetzt illustriert und erfunden hier im Netz:

„Ein SOL-Schild aus Silber!“, freute sich Werner S., als er bei Schachtarbeiten im Soltauer Gewerbegebiet Ost auf blinkendes Metall stieß. Vollständig freigelegt kam eine Silberplatte in Form eines Schildes der Ritter aus dem Mittelalter ans Tageslicht. In das ca. 49 x 72 cm große Edelmetallblech ist die gut erkennbare Darstellung des Soltauer Löwen und die oben genannte Inschrift getrieben. Es war ursprünglich die Abdeckung eines Holzschildes. Dieses Schild ist nach Lage des Fundortes am Schellberge und der gutachterlichen Altersbestimmung das erste von Soltauern aufgestellte Denkmal für Harm Tyding. 1522 notiert der Bürger Springhorn in seinem Kontobuch eine Spende für eine Stätte zu Ehren des Retters unserer Stadt vor dem Verderben. „ein leuchtend schild sey fürderhin der unbill bann“, schrieb er am Tag der Einweihung. Aber schon in der folgenden Nacht war es verschwunden. Laut mehrerer schriftlicher sowie mündlicher Quellen hatten kluge Ratsherren zu unsicheren Zeiten das Schild in der Nähe vergraben und alle Spuren verwischt. Leider war damit die erhoffte Schutzfunktion in den vergangenen fast 500 Jahren für Soltau nicht immer erfolgreich. Andererseits wird uns mit diesem Harm-Tyding-Denkmalfragment ein wunderbares Zeugnis gutbürgerlichen Handelns vor Augen geführt.

 

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